Key Performance Indicator (KPI)

Zuletzt aktualisiert: Oktober 26, 2023

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Key Performance Indicators sind Kennzahlen, mit denen sich der Erfolg von Online Marketing Maßnahmen messen lässt. Wenn Du Online Marketing Kampagnen durchführst, kommst Du an KPIs also nicht vorbei. In diesem Beitrag stellen wir Dir die wichtigsten Online Marketing Kennzahlen vor, verraten Dir, wie Du diese KPI messen kannst und warum ein ordentliches Reporting wichtig ist. 

Was sind Key Performance Indicators (KPIs)?

KPIs oder Key Performance Indicators sind die Leistungskennzahlen für Dein Online Marketing. Sie messen, wie effektiv Deine Maßnahmen und Kampagnen mit Blick auf ein bestimmtes Ziel sind. KPIs zeigen Dir, welche Maßnahmen wie geplant fruchten, und wo Du Geld verbrennst. Sie helfen Dir bei der Verteilung Deines Budgets, bei der Optimierung Deiner Kampagnen und bei der Maximierung deines ROI (Return on Investment).

Die 21 wichtigsten Online Marketing KPI 

  1. CPC/Cost per Click (Kosten pro Klick): Der CPC gibt an, wie viel ein Klick bei bezahlter Werbung durchschnittlich kostet.  
  2. CTR/Click-Through-Rate (Klickrate): Prozentualer Anteil der Nutzer:innen, die nach dem Betrachten einer Anzeige oder eines Suchergebnisses (bei Google und Co.) auf diese(s) geklickt haben.
  3. Conversion Rate (CR): Prozentualer Anteil der Nutzer:innen, die nach einem Klick die gewünschte Aktion ausführen (z.B. kaufen, Newsletter abonnieren, download etc.). Tipp: Rechne diesen KPI ganz einfach mit unserem kostenlosen Conversion Rate Rechner aus!
  4. CPL (Cost Per Lead): Der CPL steht für die durchschnittlichen Kosten für die Generierung eines potenziellen Kunden (Lead).
  5. CPA (Cost Per Acquisition): Stellt die durchschnittlichen Kosten für die Gewinnung eines Kunden (z.B. für einen Verkauf) dar.
  6. ROAS (Return on Advertising Spend): Der ROAS spiegelt das Verhältnis von Umsatz zu Werbeausgaben wider. Dieser KPI dient der Beurteilung des finanziellen Erfolgs von Werbekampagnen.
  7. ROI (Return on Investment): Diese Kennzahl gibt das Verhältnis zwischen dem Nettogewinn und den gesamten Kosten für das Marketing an.
  8. Öffnungsrate/Open Rate: Der prozentuale Anteil der Empfänger:innen von E-Mail-Kampagnen, die eine E-Mail öffnen.
  9. Klickrate/Click Rate: Bei E-Mail-Kampagnen gibt die Klickrate an, wie oft auf Links in der E-Mail geklickt wird.
  10. Seitenaufrufe/Pageviews: KPI für die Gesamtzahl der Seitenaufrufe einer Website/Unterseite/Landingpage in einem bestimmten Zeitraum.
  11. Absprungrate (Bounce Rate): Der prozentuale Anteil der Besucher:innen, die eine Seite wieder verlassen, ohne eine weitere Aktion durchzuführen. Mehr erfährst Du in unserem Lexikonbeitrag zur Absprungrate
  12. Durchschnittliche Sitzungsdauer: Kennzahl für die Verweildauer eines Users auf einer Website/Landingpage.
  13. Follower Wachstum: KPI, der den Anstieg der Social Media Follower in einem bestimmten Zeitraum, ausdrückt. 
  14. Engagement Rate (ER): Zeigt an, wie aktiv Abonnent:innen mit Deinen Inhalten in sozialen Medien interagieren (z.B. liken, kommentieren, teilen). Die Engagement Rate lässt sich zum Beispiel mit unserem Online Engagement Rechner berechnen.
  15. Impressions: Anzahl der Einblendungen eines Content Pieces (z.B. Werbeanzeige bei Google Ads/Meta, Landingpage in den Google Suchergebnisseiten oder Social Media Posts auf Instagram etc.). 
  16. Traffic Quellen: Dieser KPI zeigt die Herkunft des Traffics Deiner Website/Landingpage. Trafficquellen können etwa die organische Suche, bezahlte Werbung, Social Media oder direkte Zugriffe sein.
  17. Mobiler Traffic: Angesichts der wachsenden Bedeutung von mobile Traffic ist es wichtig zu wissen, wie hoch der Anteil der User ist, die über ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet auf Deine Website/Landingpage zugreifen.
  18. Domain Authority: Die DA ist ein Maß für die Auffindbarkeit einer Website in Suchmaschinen. Je höher das Domain Rating, desto stärker eine Website. 
  19. Customer Lifetime Value (CLV): Dieser KPI ist eine Schätzung des Gesamtumsatzes, den ein Kunde während der gesamten Dauer seiner Beziehung zu Deinem Unternehmen generieren wird. 
  20. Churn Rate/Abwanderungsrate: Beschreibt den Anteil der Kunden, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht mehr kaufen. Eine hohe Abwanderungsrate kann ein Hinweis auf Unzufriedenheit oder Probleme mit einem Produkt oder einer Dienstleistung sein.
  21. Net Promoter Score (NPS): Der NPS ist ein Maß für die Kundentreue. Er basiert darauf, wie wahrscheinlich es ist, dass Kunden Dein Unternehmen weiterempfiehlt.

Tipps für die Verwendung von KPIs

Key Performance Indicators festzulegen und auszuwerten, ist wichtig. Doch die reine Betrachtung von einzelnen Kennzahlen kann auch zu falschen Schlüssen oder Handlungen führen. Zum Beispiel: Eine hohe CTR einer Werbeanzeige ist toll, aber wenn die Conversion Rate niedrig ist, nützt das wenig. Also: Immer das Gesamtbild im Auge behalten!

  1. Definiere klare Ziele: Bevor Du KPIs auswertest, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, was Du erreichen willst. Diese Überlegungen sollten noch vor Kampagnenstart stattfinden. Möchtest Du die Brand Awareness erhöhen? Dann sind viele Impressions, Follower und eine hohe Verweildauer auf der Website gut. Du möchtest Leads mit Deiner Kampagne generieren? Fokussiere Dich auf die KPIs Cost Per Click, Cost Per Lead und Conversion Rate. 
  2. Qualität vor Quantität: Nicht jede Kennzahl ist für jede Branche gleich relevant. Wähle Deine KPIs also mit Bedacht. 
  3. Betrachte die Zahlen kritisch: Eine Zahl allein sagt nicht viel aus. Betrachte immer mehrere KPIs im Kontext Deiner Ziele.
  4. Bleibe am Ball: Mit den Erkenntnissen aus der KPI Analyse kannst Du Deine Kampagnen optimieren. Schaue Dir die Zahlen regelmäßig an, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. 

Wie sieht ein gutes KPI-Reporting aus?

  • Übersichtlichkeit: Reportings sollten klar strukturiert sein und bereits auf den ersten Blick das Wesentliche vermitteln. Eine zu große Menge an Daten kann schnell überfordern. Helfen kann hier eine klare visuelle Darstellung, z.B. durch Grafiken und Diagramme. (Tipp: Nutze das Google Looker Studio, um Reportings zu visualisieren). 
  • Relevanz: Das Reporting sollte nur Kennzahlen enthalten, die für das Geschäftsziel oder die Kampagne relevant sind. 
  • Entwicklung über die Zeit: Ein guter Bericht zeigt nicht nur den aktuellen Stand der KPIs, sondern auch, wie sich die KPIs über einen bestimmten Zeitraum entwickelt haben. Dadurch kannst Du Trends und Muster erkennen.
  • Vergleichswerte: Dein Reporting sollte auch Vergleichswerte liefern, z.B. Vorjahreszahlen oder branchenspezifische Durchschnittswerte, um die aktuellen Zahlen besser einordnen zu können.
  • Kontext: Absolute Zahlen allein sind oft nicht aussagekräftig. Ein gutes Reporting liefert daher auch Informationen über den Kontext – warum ist ein KPI in einem bestimmten Monat besonders hoch oder niedrig? Gab es besondere Ereignisse oder Aktionen, die einen Einfluss auf die Zahlen gehabt haben könnten?
  • Handlungsempfehlungen: Nicht nur Daten, sondern auch Handlungsempfehlungen gehören in ein gutes Reporting. Was kann getan werden, wenn ein KPI hinter den Erwartungen zurückbleibt?
  • Zugänglichkeit: Ein gutes Reporting sollte für alle relevanten Stakeholder leicht verständlich sein. Auch für jene, die sich nicht täglich mit Online Marketing beschäftigen. Das heißt für Dich: Fachjargon vermeiden oder erklären.
  • Aktualität: Ein gutes Reporting sollte aktuell sein. Es sollte regelmäßig (z.B. wöchentlich oder monatlich) aktualisiert werden.
  • Flexibilität: Ein Reporting sollte flexibel genug sein, um bei Bedarf angepasst werden zu können. Vielleicht stellt sich heraus, dass ein bestimmter KPI doch nicht so relevant ist. Oder es gibt neue Datenquellen, die berücksichtigt werden sollten.
  • Integration: Ein optimales Reporting integriert Daten aus verschiedenen Quellen. Zum Beispiel aus Google Analytics, Google Ads und Social Media Plattformen, um ein umfassendes Bild zu liefern.

Aus diesen Tools bekommst Du Deine Daten

Als Online Marketer solltest Du also in regelmäßigen Abständen Berichte über die Key Performance Indicators erstellen. Doch woher nimmt man die Zahlen für das Reporting? Wir haben einige Tools für Dich aufgelistet: 

  • Google Ads: Dieses kostenlose Tool ist speziell für die Erstellung und Verwaltung von Werbeanzeigen in Googles Werbenetzwerk konzipiert. KPIs, die hier gemessen werden können, sind u.a. Kosten pro Klick (CPC), Click-Through-Rate (CTR), Conversion Rate und Return on Ad Spend (ROAS).
  • Google Analytics: Eines der am häufigsten genutzten und kostenlosen Analysetools für Websites. Google Analytics ermöglicht die Messung einer Vielzahl von KPIs wie Seitenaufrufe, Absprungraten, Conversion Rate und viele mehr. Es gibt zudem eine Schnittstelle mit Google Ads. So kannst Du Daten zwischen den beiden Plattformen synchronisieren und besser interpretieren. 
  • Google Search Console: Dieses kostenlose Tool ist ein Muss bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Die GSC konzentriert sich darauf, wie Deine Website von der größten Suchmaschine Google wahrgenommen wird. Es bietet Daten zu Keywords, durch die Nutzer:innen auf Deine Website gelangen, Impressions in der Suchmaschine, CTR und der durchschnittlichen Position Deiner Website/Unterseite in den Suchergebnissen.
  • Hotjar: Dieses visuelle Analysetool bietet Dir Heatmaps und Session-Aufzeichnungen. Es hilft zu verstehen, wie User eine Website erleben, auf welche Elemente sie klicken und wo sie abspringen.
  • HubSpot: Als umfassendes und kostenpflichtiges Marketing- und Vertriebstool misst HubSpot KPIs in den Bereichen E-Mail-Marketing, Lead-Generierung, Landingpages und Customer Relationship Management (CRM). Es bietet Dir außerdem Funktionen für die Marketing Automation.
  • Active Campaign: Dies ist primär ein E-Mail-Marketing und Automatisierungstool. KPIs, die hier gemessen werden können, sind Open Rate, Click-Through-Rate, Abmelderate und Conversions aus E-Mail-Kampagnen. Im Lexikon erfährst Du mehr über Active Campaign
  • Business und Werbeanzeigenmanager von Meta: Diese kostenfreien Tools ermöglichen es Dir, Deine Social Media Maßnahmen auszuwerten und Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram zu erstellen und auszuwerten. Sie übernehmen die Messung von KPIs wie Impressions, Reichweite, Engagement, CTR.

Fazit: Know your KPIs!

Key Performance Indicators (KPIs) sind im Online Marketing unerlässlich. Sie helfen Dir, den Erfolg und die Effizienz von Strategien und Kampagnen zu messen und zu bewerten. So kannst Du fundierte Entscheidungen treffen, Ressourcen sinnvoll verteilen und kontinuierliche Verbesserungen anstreben. Behalte jedoch immer im Hinterkopf, dass ein effektives KPI-Management Relevanz, Kontext und regelmäßige Überprüfung bedarf. Nur so stellst Du sicher, dass die gemessenen Kennzahlen mit den aktuellen Geschäftszielen übereinstimmen. Die Kunst der sorgfältigen Auswahl und Interpretation der richtigen KPIs ist in einer digitalen Welt, in der Daten im Überfluss zur Verfügung stehen, entscheidend für Deinen langfristigen Marketing Erfolg.

Weitere Tipps für Marketing Kampagnen findest Du in unserem Ratgeber und Lexikon:

Autoren-Infos

Hi! Ich bin Julia.

Als Leiterin der Abteilung Suchmaschinenmarketing schreibe ich bei den digitallotsen über die Themen SEO, Conversionoptimierung und Content Marketing.

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